William Baumols Markttheorie unternehmerischer Innovation 978-3-16-151035-9 - Mohr Siebeck
Wirtschaftswissenschaft

William Baumols Markttheorie unternehmerischer Innovation

Hrsg. v. Martin Leschke u. Ingo Pies

2011. VII, 257 Seiten.

Konzepte der Gesellschaftstheorie 17

39,00 €
fadengeheftete Broschur
ISBN 978-3-16-151035-9
lieferbar
William Baumol liefert bahnbrechende Beiträge zu Umweltproblemen, zur Wettbewerbstheorie und -politik sowie zur Rolle des Unternehmers und zur Dynamik des marktwirtschaftlichen Systems. Was leisten seine Analysen zum besseren Verständnis und zur Gestaltung marktwirtschaftlicher Gesellschaften?
Die Autoren der hier gesammelten Aufsätze befassen sich mit den bahnbrechenden Ansätzen des Ökonomen William Baumol. In der Wirtschaftstheorie und -politik können seine Arbeiten zum Unternehmertum, zu Fragen der Umweltpolitik, zu Problemen der Wettbewerbstheorie und -politik sowie zur Dynamik des Marktsystems als grundlegend für das Verständnis und die Funktionsweise moderner Marktwirtschaften angesehen werden. Seiner Ansicht nach besteht die Rolle des Staates nicht darin, den Markt, auch wenn er unerwünschte Ergebnisse liefert, außer Kraft zu setzen, sondern ihn zuallererst »richtig« in Kraft zu setzen. Baumols Ziel ist es, Lernprozesse in Gang zu setzen, die für die Lösung drängender gesellschaftlicher Probleme unverzichtbar sind. Es gehört zu den großen Vorzügen des ungewöhnlich umfang- und facettenreichen Gesamtwerks von William Baumol, mit seinen zahlreichen Einsichten Standards zu setzen, die der weiteren Theoriebildung außerordentlich wichtige Anregungen zu geben vermögen. Er wird noch auf lange Zeit ein Klassiker ökonomischen Denkens bleiben, zumal es in seinem Werk noch weitaus mehr zu entdecken gibt, als in dem vorliegenden Band angesprochen werden konnte.
Inhaltsübersicht
Ingo Pies: Theoretische Grundlagen demokratischer Wirtschafts- und Gesellschaftspolitik. Der Beitrag von William Baumol – Thomas Apolte: Die Baumolsche Kostenkrankheit – Peter Sass (Kommentar): Die Baumolsche Kostenkrankheit. Kritische Überlegungen zur Dismal-Science-Semantik eines wichtigen Wachstumsphänomens – Guido Schröder (Kommentar): Wann ist eine Theorie erfolgreich? Baumols Publikationen zur Kostenkrankheit und zur Grenzkostenproblematik im Vergleich – Nils Otter: William Baumol und die Theorie der Contestable Markets – Dirk Sauerland (Kommentar): Die Theorie der Contestable Markets heute – eine Spurensuche – Oliver Falck (Kommentar): Eine dynamische Interpretation von William Baumols »Contestable Markets«-Ansatz – Bernd Hansjürgens: William Baumol und die Rolle des Staates (Preis-Standard-Ansatz) – Birger P. Priddat (Kommentar): Die Pandoradose der Externalitäten – Reinhard Zintl (Kommentar): Baumol, Pigou und Coase – drei verschiedene Programme oder drei Seiten desselben Programms? – Martin Leschke: Kapitalismus, Wachstum und Entwicklung: Das Marktsystem und seine Ergebnisse aus der Sicht von William J. Baumol – Gerhard Engel (Kommentar): Innovation, Freiheit und Externalitäten – Ingo Pies und Stefan Hielscher (Kommentar): Wirtschaftliches Wachstum durch politische Konstitutionalisierung: Ein ordonomischer Beitrag zur »conceptual history« der modernen Gesellschaft – Thomas Döring: William Baumol und die gesellschaftliche Allokation unternehmerischen Handelns – Markus Beckmann (Kommentar): Angebot und Allokation von Entrepreneurship. William Baumol und das Wechselverhältnis von Institutionen und Entrepreneuren – Martin Petrick (Kommentar): Zur Rolle der Unternehmer im Transformationsprozess Russland – Walter Reese-Schäfer: Wirtschaftspolitische Folgerungen aus dem Werk William Baumols
Personen

Martin Leschke ist Inhaber des Lehrstuhls für VWL 5, insbesondere für Institutionenökonomik, an der Universität Bayreuth.

Ingo Pies Geboren 1964; 1989 Diplom-Volkswirt, Universität Münster; 1992 Dr. rer. pol., Katholische Universität Eichstätt; 1999 Dr. rer. pol. habil., Universität Münster; seit 2002 Inhaber des Lehrstuhls für Wirtschaftsethik an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg.

Rezensionen

Folgende Rezensionen sind bekannt:

In: ORDO — 63 (2012), S. 535–540 + 65 (2014), S. 505–506 (Cord Siemon / Stefan Okruch)
In: Jahrbücher f.Nationalök.u.Statistik/Journal of Economics and Statistics — 233 (2013), S. 119–121 (Sebastian von Engelhardt)