Religion in der Schule 978-3-16-155879-5 - Mohr Siebeck
Theologie

Religion in der Schule

Zwischen individuellem Freiheitsrecht und staatlicher Neutralitätsverpflichtung
Hrsg. v. A. Katarina Weilert u. Philipp W. Hildmann

2018. Ca. 300 Seiten.
erscheint im April

Religion und Aufklärung

ca. 80,00 €
fadengeheftete Broschur
ISBN 978-3-16-155879-5
in Vorbereitung
In der Schule treffen einerseits die individuelle Religions-, Weltanschauungs- und Gewissensfreiheit und andererseits das staatliche Interesse an Bildung, Erziehung und gesellschaftlicher Integration aufeinander. Der vorliegende Band diskutiert die damit aufgeworfenen Fragen und Konflikte, die letztlich unsere Gesellschaft als Ganze betreffen.
Nirgendwo kommt der Staat der Persönlichkeit des Einzelnen so nahe wie in der Schule: Sie ist zugleich ein Ort der Bildung wie auch der Persönlichkeitserziehung und der Integration der heranwachsenden Generation in die Gesellschaft. In einer religiös zunehmend heterogenen Gesellschaft mit divergierenden Erziehungs- und Wertvorstellungen, die gleichwohl auf dem Grundpfeiler der Glaubens- und Bekenntnisfreiheit des Einzelnen als zentraler Freiheitsnorm ruht, sind Konflikte zwischen dem staatlichen Bildungs- und Erziehungsauftrag sowie Lehrern, Schülern und Eltern unvermeidbar. Der vorliegende Band widmet sich den einzelnen Diskussionsfeldern, in denen das Verhältnis zwischen individueller Religions-, Weltanschauungs- und Gewissensfreiheit sowie dem staatlichen Interesse an Bildung, Erziehung und Integration durch Schule zur Sprache kommt und gleichsam stellvertretend für die Gesellschaft insgesamt verhandelt wird.
Inhaltsübersicht
A. Katarina Weilert/Philipp W. Hildmann: Einleitung

I. Religion, religiöses Gewissen und Identität
A. Katarina Weilert: Das religiöse Gewissen. Eine grundrechtsdomatische Reflektion mit spezifischen Bezügen zur Gewissensfreiheit in der Schule – Hendrik Stössel: Religiöses Gewissen als Raum der Identität

II. Neutralitätspflicht des Staates an Schulen im Konflikt mit dem schulischen Auftrag zur Werterziehung
Jochen Rozek: Geschichtlicher Abriss über religiöse Kindererziehung und Neutralitätspflicht des Staates im Blick auf die Schulerziehung in Deutschland – Jean-Marc Meyer/Johannes Matzko: Laizität in der Schule – das französische Modell – Wolf-Thorsten Saalfrank: Erziehungswissenschaftlicher Blick auf die Gestaltung »neutraler« Unterrichtsinhalte ‒ wie viel Wert(un)gebundenheit ist angemessen? – Reiner Anselm/Sabine Anselm: Vom Sinn der Wertefreiheit im Unterricht – Heinrich de Wall: Neutralität der Schule in Person der Lehrerin am Beispiel des Kopftuches

III. Staatliche Erziehung im Konflikt mit dem religiösen Erziehungsrecht der Eltern
Stefan Huster: Zur religiös begründeten Befreiung von Unterrichtsinhalten, -fächern und Schulveranstaltungen – Matthias Jestaedt: »Burkini«, »Krabat« und das Abschichtungsmodell. Ein Kommentar zur neutralitätsbasierten Konzeption Stefan Husters – Guy Beaucamp: Schule als Bildungsanstalt oder Garant einer Gemeinschaftsgesellschaft? Gerichtsargumente zum Homeschooling und ihre Würdigung

IV. Religionsunterricht als Bildungsbeitrag im Rahmen des schulischen Erziehungsauftrags
Kai Uwe Jacobs: Wie viel Religion ist in der öffentlichen Schule in Baden-Württemberg erlaubt? – Hans Mendl: Was bringt der Religionsunterricht denen, die ihn nicht besuchen? – Tarek Badawia: Der Islamische Religionsunterricht in der pluralen Gesellschaft – Anmerkungen zum Selbstverständnis des Islamunterrichts
Personen

A. Katarina Weilert Studium der Rechtswissenschaft in Berlin und London (LL.M.), Rechtsreferendariat in Berlin; Promotion an der Freien Universität Berlin; derzeit wissenschaftliche Referentin an der Forschungsstätte der Evangelischen Studiengemeinschaft e.V. (FEST) in Heidelberg.

Philipp W. Hildmann Studium der NDL, Ev. Theologie und Mediävistik in Erlangen, Zürich und München; Promotion an der LMU München; derzeit Leiter des Vorstandsbüros der Hanns-Seidel-Stiftung; seit 2014 zugleich Beauftragter für Interkulturellen Dialog.

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