Max Weber-Studienausgabe 978-3-16-148516-9 - Mohr Siebeck
Sozial-/Kulturwissenschaften

Max Weber

Max Weber-Studienausgabe

Band I/22,1: Wirtschaft und Gesellschaft. Gemeinschaften
Hrsg. v. Wolfgang J. Mommsen, in Zus.-Arb. m. Michael Meyer

2009. V, 217 Seiten.
19,00 €
fadengeheftete Broschur
ISBN 978-3-16-148516-9
lieferbar
Max Webers Texte über die 'Gemeinschaften' führen in die Grundformen menschlichen Zusammenlebens und Wirtschaftens ein. Ein Hauptanliegen des Bandes ist die Revision der bisherigen Textüberlieferung zu 'Wirtschaft und Gesellschaft'. Die nachgelassenen Texte werden hier nach intensiver historisch-kritischer Überprüfung neu vorgelegt.
Die Max Weber-Studienausgabe (MWS) will die Schriften und Reden Max Webers auf der gesicherten Textgrundlage der Max Weber-Gesamtausgabe (MWG) allgemein zugänglich machen, unter Verzicht auf den editorischen Apparat. Dabei ist sie so angelegt, daß dem Benutzer der Rückgriff auf die MWG jederzeit möglich ist. Deshalb folgt die Studienausgabe in Textkonstitution und Anordnung der Texte durchgängig der MWG. Um dem Leser darüber hinaus das Aufsuchen von Fundstellen zu erleichtern, sind am Fuß jeder Seite die entsprechenden Seitenzahlen der MWG angegeben. Außerdem wird auf die gängigen Ausgaben verwiesen, die bisher in der Sekundärliteratur gebräuchlich sind.
Dieser Band präsentiert sieben nachgelassene Texte Max Webers zum Thema 'Gemeinschaften', die für sein großes unvollendet gebliebenes Werk 'Wirtschaft und Gesellschaft' bestimmt waren. An den ersten Text über die Arten des Wirtschaftens schließen sich Max Webers Ausführungen über die verschiedenen Gemeinschaftsformen an. Ausgehend von der Hausgemeinschaft als der 'urwüchsigsten' Form beschreibt Max Weber die Entwicklung über Familie und Betrieb bis hin zu den ethnischen und politischen Gemeinschaften, gipfelnd in einer Kritik an der 'Idee der Nation'. Beigefügt sind außerdem zwei unvollendete Texte über die 'Marktgemeinschaft' und 'Klassen', 'Stände' und 'Parteien' sowie ein überlieferter Gliederungsentwurf zum Thema 'Kriegerstände'. Für die Gemeinschaftsformen verneint Max Weber eine Zwangsläufigkeit der Entwicklung und wendet sich damit gegen die zeitgenössisch sehr einflußreiche Theorie einer teleologischen 'Stufenfolge' der Menschheitsgeschichte. Diese wissenschaftsgeschichtlichen Hintergründe werden in der Einleitung herausgearbeitet und zugleich mit der Werkbiographie verknüpft, so daß ein Bogen von Max Webers frühen nationalökonomischen Vorlesungen bis hin zu seinem soziologischen Hauptwerk geschlagen wird.
Personen

Max Weber Geboren 1864 in Erfurt; Studium der Jurisprudenz, Geschichte, Nationalökonomie und Philosophie in Heidelberg, Berlin und Göttingen; 1889 Promotion über die Geschichte der Handelsgesellschaften im Mittelalter; 1891 Habilitationsschrift über Römische Agrargeschichte; Ordinarius für Nationalökonomie in Freiburg (ab 1894) und Heidelberg (ab 1897); Mitherausgeber des Archiv für Sozialwissenschaft und Sozialpolitik und Redakteur des Grundriß der Sozialökonomik; umfassende Beiträge zur Methodologie der Sozialwissenschaften, zur Politik des deutschen Kaiserreichs, zu Wirtschaft, Politik, Religion, Recht und Kunst in universalgeschichtlicher Perspektive; nach langem, krankheitsbedingtem Interim schließlich Professor für Gesellschaftswissenschaft, Wirtschaftsgeschichte und Nationalökonomie in München (ab 1919); gestorben 1920 in München.

Wolfgang J. Mommsen 1968–96 Professor für Mittlere und Neuere Geschichte an der Universität Düsseldorf; 1977–85 Direktor des Deutschen Historischen Instituts in London; 1988–92 Vorsitzender des Verbandes der Historiker Deutschlands; 1976–2004 Mitherausgeber der Max Weber-Gesamtausgabe.

Michael Meyer Geboren 1965; Studium der Geschichte und Philosophie in Düsseldorf, 1998 Promotion zum Dr. phil.; seit 1991 Mitarbeiter der Max Weber-Gesamtausgabe.

Rezensionen

Folgende Rezensionen sind bekannt:

In: Portal für Politikwiss. pw-portal.de — www.zpol.de (26.08.2009)