Max Weber-Gesamtausgabe 978-3-16-147920-5 - Mohr Siebeck
Sozial-/Kulturwissenschaften

Max Weber

Max Weber-Gesamtausgabe

Band II/8: Briefe 1913–1914
Hrsg. v. M. Rainer Lepsius u. Wolfgang J. Mommsen, in Zus.-Arb. m. Birgit Rudhard u. Manfred Schön

2003. XXX, 902 Seiten (+ Abb.).
354,00 €
Leinen
ISBN 978-3-16-147920-5
lieferbar
Die Fortsetzung der Edition der wissenschaftlichen und privaten Briefe Max Webers bietet Quellen und Zeugnisse der Wissenschaftsgeschichte und Kulturgeschichte aus der Zeit um den Beginn des ersten Weltkrieges.
Die Edition der bislang unveröffentlichten Briefe Max Webers aus den Jahren 1913 und 1914 gibt insbesondere Einblick in Webers wissenschaftliche Arbeit und seine Lebensführung. Der Band bietet wertvolle Materialien für die Werkgeschichte von Webers Schriften zu Wirtschaft und Gesellschaft und die Entwicklung des großen Sammelwerkes Grundriß der Sozialökonomik. Darüber hinaus vermittelt er einen hervorragenden Eindruck des wissenschaftlichen Netzwerks, in das Max Weber eingebunden war. Ein Teil der Briefe bezieht sich auf Webers Unterstützung von Frieda Gross nach der Internierung und Entmündigung ihres Mannes Otto Gross sowie auf die Prozesse von Frieda Gross gegen ihren Schwiegervater Hans Gross. Nach dem Kriegsausbruch war Weber als Reserveoffizier mit dem Aufbau von Militärlazaretten in Heidelberg betraut.

Aus Rezensionen zu Max Weber-Gesamtausgabe II, 7: Briefe 1911–1912:
»Unter handwerklichen Gesichtspunkten setzt auch dieser Briefband Maßstäbe. Die vorbildliche Kommentierung der Dokumente, die Editorischen Vorbemerkungen zu den einzelnen Briefen oder auch das fast fünfzigseitige kommentierende Personenverzeichnis sind jedem von Nutzen, der sich für das Innenleben der deutschen Gelehrtenrepublik vor Ausbruch des Ersten Weltkrieges interessiert.«

Gregor Schöllgen in Süddeutsche Zeitung vom 5.2.1999, S. 14
Personen

Max Weber Geboren 1864 in Erfurt; Studium der Jurisprudenz, Geschichte, Nationalökonomie und Philosophie in Heidelberg, Berlin und Göttingen; 1889 Promotion über die Geschichte der Handelsgesellschaften im Mittelalter; 1891 Habilitationsschrift über Römische Agrargeschichte; Ordinarius für Nationalökonomie in Freiburg (ab 1894) und Heidelberg (ab 1897); Mitherausgeber des Archiv für Sozialwissenschaft und Sozialpolitik und Redakteur des Grundriß der Sozialökonomik; umfassende Beiträge zur Methodologie der Sozialwissenschaften, zur Politik des deutschen Kaiserreichs, zu Wirtschaft, Politik, Religion, Recht und Kunst in universalgeschichtlicher Perspektive; nach langem, krankheitsbedingtem Interim schließlich Professor für Gesellschaftswissenschaft, Wirtschaftsgeschichte und Nationalökonomie in München (ab 1919); gestorben 1920 in München.

Wolfgang J. Mommsen 1968–96 Professor für Mittlere und Neuere Geschichte an der Universität Düsseldorf; 1977–85 Direktor des Deutschen Historischen Instituts in London; 1988–92 Vorsitzender des Verbandes der Historiker Deutschlands; 1976–2004 Mitherausgeber der Max Weber-Gesamtausgabe.

M. Rainer Lepsius (1928–2014) Dr. Dr. h. c., zuletzt Professor emeritus für Soziologie an der Universität Heidelberg; Mitherausgeber der Max Weber-Gesamtausgabe; Mitglied der Heidelberger Akademie der Wissenschaften, korrespondierendes Mitglied der Bayerischen Akademie der Wissenschaften und außerordentliches Mitglied der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften.

Birgit Rudhard Keine biographischen Informationen verfügbar.

Manfred Schön ist Mitarbeiter der Max Weber Arbeitsstelle Düsseldorf der Bayerischen Akademie der Wissenschaften.

Rezensionen

Folgende Rezensionen sind bekannt:

In: Annales Histoire Sciences Sociales — 70 (2015), S. 489–492 (Hinnerk Bruhns)
In: Der Tagesspiegel — 20.Juli 2003, Nr.18184, S. 28 (Bernhard Schulz)
In: Diritto e Cultura — Jg.12 (2002), H.1–2, S.182f
In: Frankfurter Rundschau — 8.Okt.2003, S.17 (Literatur Rund.) (Andreas Anter)
In: Das Parlament — 1.März 2004, Nr.10, S.19 (Christian Hacke)
In: IASLonline — Iasl.uni-muenchen.de/rezensio/ (Gangolf Hübinger)
In: Das Politische Buch — 24.11.03, Radio Kultur (Prof.G. Schöllgen)
In: Archiv für Sozialgeschichte — 51 (2011), S. 645–660 (Friedrich Lenger)
In: Bijdragen — Vol.65 (2004) H.3, S.380f (Arie L. Molendijk)
In: FAZ – Redaktion NSB — 15.August 2003, Nr.188, S. 38 (Friedrich W. Graf)
In: Neue Zürcher Zeitung — 16./17.August 2003, Nr.188, S.45 (Stefan Breuer)