Max Weber-Gesamtausgabe 978-3-16-146821-6 - Mohr Siebeck
Sozial-/Kulturwissenschaften

Max Weber

Max Weber-Gesamtausgabe

Band I/22,5: Wirtschaft und Gesellschaft. Die Stadt
Hrsg. v. Wilfried Nippel

1999. XXVI, 390 Seiten.
159,00 €
Leinen
ISBN 978-3-16-146821-6
lieferbar
Webers umfassende Kulturvergleiche zur Stadt sind bis heute Grundlage und Ausgangspunkt der Forschung. Diese Ausgabe erschließt den universalhistorischen Text auf der Grundlage des Erstdrucks.
Die Max Weber-Studienausgabe (MWS) will die Schriften und Reden Max Webers auf der gesicherten Textgrundlage der Max Weber-Gesamtausgabe (MWG) allgemein zugänglich machen, unter Verzicht auf den editorischen Apparat. Doch ist sie so angelegt, daß dem Benutzer der Rückgriff auf die MWG jederzeit möglich ist. Deshalb folgt die Studienausgabe in Textkonstitution und Anordnung der Texte durchgängig der MWG. Um dem Leser darüber hinaus das Aufsuchen von Fundstellen zu erleichtern, sind am Fuß jeder Seite die entsprechenden Seitenzahlen der MWG angegeben. Außerdem wird auf die gängigen Ausgaben verwiesen, die bisher in der Sekundärliteratur gebräuchlich sind.
In dem posthum publizierten Text Die Stadt hat Weber eine vorläufige Synthese seiner Studien erarbeitet. Der Text legt eine universalhistorisch anwendbare Typologie von Städten vor und konzentriert sich dann auf das Thema der 'Stadt im Rechtssinn', der Stadtgemeinde. Die Stadtgemeinde ist die sich selbst verwaltende Bürgerschaft, wie sie nur in der okzidentalen, nicht jedoch in der orientalischen Stadt vorkomme. Für den Okzident stehen europäisches Mittelalter (mit den unterschiedlichen Ausprägungen der Stadtgemeinde in Italien, Deutschland und anderen Ländern nördlich der Alpen sowie in England) und griechisch-römische Antike, für den Orient vor allem Indien und China; aber auch die Spezifika der Städte des Alten Orients, des alten Israels, des Islams und Rußlands werden erörtert.
Personen

Max Weber Geboren 1864 in Erfurt; Studium der Jurisprudenz, Geschichte, Nationalökonomie und Philosophie in Heidelberg, Berlin und Göttingen; 1889 Promotion über die Geschichte der Handelsgesellschaften im Mittelalter; 1891 Habilitationsschrift über Römische Agrargeschichte; Ordinarius für Nationalökonomie in Freiburg (ab 1894) und Heidelberg (ab 1897); Mitherausgeber des Archiv für Sozialwissenschaft und Sozialpolitik und Redakteur des Grundriß der Sozialökonomik; umfassende Beiträge zur Methodologie der Sozialwissenschaften, zur Politik des deutschen Kaiserreichs, zu Wirtschaft, Politik, Religion, Recht und Kunst in universalgeschichtlicher Perspektive; nach langem, krankheitsbedingtem Interim schließlich Professor für Gesellschaftswissenschaft, Wirtschaftsgeschichte und Nationalökonomie in München (ab 1919); gestorben 1920 in München.

W Nippel Geboren 1950; 1968–73 Studium in Köln und Marburg; 1978 Promotion; 1983 Habilitation; 1983–92 Professor für Alte Geschichte an der Universität Bielefeld, seit 1992 an der Humboldt-Universität Berlin.

Rezensionen

Folgende Rezensionen sind bekannt:

In: Der Tagesspiegel — (17.12.1999), Nr. 16 907, S. 31 (Bernhard Schulz)
In: Süddeutsche Zeitung – SB — 2./3.März 2002, Nr.52, S. V (Gregor Schöllgen)
In: Diritto e Cultura — Jg.12 (2002), H.1–2, S.184 (Nur Bibliographie)
In: Handelsblatt – W u. P — Nr.207 26.10.1999, S. 58 (Michael Schefzyk)
In: Archiv für Sozialgeschichte — Bd.43 (2003), S. 574f (Friedrich Lenger)
In: FAZ – Redaktion NSB — (2.11.1999), Nr. 255, S. L22 (Stefan Breuer)
In: Historische Zeitschrift — Bd.272 (2001), S.130f. (Gregor Schöllgen)
In: Politische Vierteljahresschrift — Jg.43 (2002), H.1, S. 170ff (Prof. Käsler)
In: Soziologische Revue — Jg. 23, (2000), Nr. 2, S. 123ff. (Klaus Lichtblau)