Jesaja 53 als theologische Mitte der Apostelgeschichte 978-3-16-153408-9 - Mohr Siebeck
Theologie

Rouven Genz

Jesaja 53 als theologische Mitte der Apostelgeschichte

Studien zu ihrer Christologie und Ekklesiologie im Anschluss an Apg 8,26–40

99,00 €
fadengeheftete Broschur
ISBN 978-3-16-153408-9
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Die Apostelgeschichte ist durchzogen von Bezügen auf das Jesaja-Buch. Rouven Genz unterzieht diese Traditionsaufnahme einer eingehenden Untersuchung und zeigt, welche Bedeutung insbesondere die jesajanische Gottesknechtsvorstellung für die lukanische Christologie und Ekklesiologie hat.
Rouven Genz präsentiert einen Neuansatz in der Acta-Forschung, indem er die Apostelgeschichte als nicht primär historisch, sondern theologisch motiviertes Werk qualifiziert und ihren Autor als schriftgelehrten Exegeten würdigt. Genz' Schwerpunkt liegt auf der Untersuchung der Rezeption von Texten aus dem Jesaja-Buch. Im Zentrum steht die Erzählung von Philippus und dem äthiopischen Kämmerer in Apg 8, die mit dem Rekurs auf Jes 53 das theologische Anliegen des Lukas beispielhaft manifestiert. Die jesajanische Tradition im Allgemeinen sowie die Gottesknechtsvorstellung im Besonderen erweisen sich auch darüber hinaus als hermeneutischer Schlüssel für die lukanische Christologie und Ekklesiologie: Lukas versteht Jesus im jesajanischen Sinn als den Knecht Gottes und seine Nachfolger als Knechte des Knechts. Auch seine soteriologischen Prämissen gewinnt Lukas aus den jesajanischen Texten: Den Tod Jesu begreift er als Sühnetod.
Personen

Rouven Genz Geboren 1981; 2002–08 Studium der Ev. Theologie; 2008 1. Kirchliches Examen; 2009–13 Wissenschaftlicher Mitarbeiter im Bereich Neues Testament und Antike Religionsgeschichte am Institut für Ev. Theologie der Universität Osnabrück; seit 2013 Vikar der Württembergischen Landeskirche in Genkingen; 2014 Promotion.

Rezensionen

Folgende Rezensionen sind bekannt:

In: New Testament Abstracts — 59 (2015), S. 540
In: Journal for the Study of the NT — 38.5 (2016), S. 44–45 (Pieter J. Lalleman)
In: Ichthys — 32 (2016), S. 199–201 (Gerhard Bergner)
In: Theologische Literaturzeitung — 142 (2017), S. 624–626 (Vitor Hugo Schell)
In: Recherches de Science Religieuse — 104 (2016), S. 258–259 (M. Rastoin)