Gradenwitz, Riccobono und die Entwicklung der Interpolationenkritik / Gradenwitz, Riccobono e gli sviluppi della critica interpolazionistica 978-3-16-155902-0 - Mohr Siebeck
Rechtswissenschaft

Gradenwitz, Riccobono und die Entwicklung der Interpolationenkritik / Gradenwitz, Riccobono e gli sviluppi della critica interpolazionistica

Methodentransfer unter europäischen Juristen im späten 19. Jahrhundert / Circolazione di modelli e metodi fra giuristi europei nel tardo Ottocento
Hrsg. v. Martin Avenarius, Christian Baldus, Francesca Lamberti u. Mario Varvaro

2018. Ca. 300 Seiten.
erscheint im April

Ius Romanum

ca. 105,00 €
fadengeheftete Broschur
ISBN 978-3-16-155902-0
in Vorbereitung
Die Untersuchung der römischen Rechtstexte als Ergebnis nachträglicher Eingriffe (Interpolationen), wie sie besonders am Übergang vom 19. zum 20. Jahrhundert unternommen wurde, ist Gegenstand eines wiedererwachten Interesses der juristischen Romanistik. Der Band behandelt die historische Interpolationenforschung als Gegenstand des europäischen Wissenschaftstransfers.
Die interpolationistische Methode der Untersuchung römischer Rechtstexte, also deren Wahrnehmung als Ergebnis von nachträglichen Eingriffen, ist Gegenstand eines wiedererwachten Interesses der romanistischen Forschung. Ihre intensivste Phase erlebte die Interpolationenforschung am Ende des 19. und in den ersten Jahrzehnten des 20. Jahrhunderts. Das heutige Verstehensinteresse richtet sich insbesondere auf die Verflechtung der interpolationistischen Methode mit anderen Forschungsansätzen sowie auf ihre Entwicklung, die auf dem Gedankenaustausch zwischen Wissenschaftlern in Italien, Deutschland und anderen Ländern basiert. Im Zentrum der hier versammelten Arbeiten stehen Otto Gradenwitz, der Begründer einer methodischen Interpolationenkritik, und sein Schüler Salvatore Riccobono, der später als herausragender Romanist seiner Zeit die Grundsätze seines Lehrers weiterentwickelte und auch auf die deutsche Wissenschaft zurückwirkte.
Inhaltsübersicht
Martin Avenarius/Christian Baldus/Francesca Lamberti/Mario Varvaro: Einleitung – Martin Avenarius/Christian Baldus/Francesca Lamberti/Mario Varvaro: Introduzione – Salvatore Marino/Pierangelo Buongiorno: Interzessionen vs. Interpolationen. La »Nostrifizierung« di Otto Gradenwitz tra Heidelberg e Berlino – Mario Varvaro: Circolazione e sviluppo di un modello metodologico. La critica testuale delle fonti giuridiche romane fra Otto Gradenwitz e Salvatore Riccobono – Stefano Barbati: Nota minima sulle interpolazioni delle costituzioni imperiali nel pensiero di Gradenwitz – Tommaso Beggio: La Interpolationenforschung agli occhi di Paul Koschaker. La critica a Gradenwitz e alla cosiddetta neuhumanistische Richtung e lo sguardo rivolto all'esempio di Salvatore Riccobono – Stephan Meder/Christoph-Eric Mecke: Otto Gradenwitz' Berliner Familienrechtsvorlesung von 1892 nach einer Mitschrift von Salvatore Riccobono im Kontext von Spätpandektistik und Familienrechtspolitik am Vorabend des BGB – Francesca Lamberti: La storiografia italiana sulla familia tra tardo Ottocento e inizi Novecento. Antropologia, evoluzionismo e primi influssi delle teorie interpolazionistiche – Iole Fargnoli: Poche ombre sugli entusiasmi coevi. Letture critiche della teoria interpolazionistica di Otto Gradenwitz tra Germania e Italia – Maria Teresa González-Palenzuela Gallego: Die Rezeption von Gradenwitz' und Riccobonos Interpolationentheorien in der spanischen Romanistik – Lorena Atzeri: Reazioni all'interpolazionismo tra Cambridge e Oxford nella prima metà del Novecento – Martin Avenarius: Methodenwandel und Wissenschaftstransfer in der Interpolationenforschung. Neue Quellen und wissenschaftsgeschichtliche Forschungsperspektiven
Personen

Martin Avenarius ist Professor für Bürgerliches Recht, Römisches Recht und Neuere Privatrechtsgeschichte an der Universität zu Köln.

Christian Baldus ist Professor für Bürgerliches Recht und Römisches Recht in Heidelberg. Regelmäßig Gastprofessor in Trient.

Francesca Lamberti ist Professorin für Römisches Recht und Rechte der Antike an der Universität Salento (Lecce, Italien).

Mario Varvaro ist Professor für Römisches Recht und Rechte der Antike an der Universität Palermo.

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