Gebundene Freiheit und strafrechtliche Schuld 978-3-16-155173-4 - Mohr Siebeck
Rechtswissenschaft

Amina Hallmann

Gebundene Freiheit und strafrechtliche Schuld

Zur Reformbedürftigkeit des Schuldbegriffs vor dem Hintergrund neurowissenschaftlicher Erkenntnisse

59,00 €
Leinen
ISBN 978-3-16-155173-4
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Amina Hallmann bietet einen Beitrag zur Debatte um neuronale Determiniertheit, Willensfreiheit und strafrechtliche Schuld. Sie entwickelt ein kompatibilistisches Freiheitskonzept, das sowohl die Beibehaltung des geltenden normativen Schuldbegriffs zulässt als auch neurowissenschaftlichen Befunden Rechnung trägt.
Gebundene Freiheit? Was auf den ersten Blick als Paradoxon erscheint, eröffnet sich als kompatibilistisches Freiheitskonzept, das insbesondere mit Blick auf die aktuelle Debatte um den Schuldbegriff entwickelt wurde. Häufig wird dabei unter Bezugnahme auf die neuronale Determiniertheit des Handelns eine Abkehr vom strafrechtlichen Schuldprinzip verlangt. Demgegenüber wird im Verlauf der vorliegenden Untersuchung mithilfe des Konzepts gebunden-freier Entscheidungen und einer eingehenden Analyse des Schuldprinzips, des Schuldbegriffs sowie des Kernbegriffs des »Anders-Handeln-Könnens« die zentrale Frage nach der tatsächlichen Möglichkeit freien und verantwortlichen Handelns einer wissenschaftlich fundierten Lösung zugeführt und so die Beibehaltung des Schuldprinzips ermöglicht. Darüber hinaus wird die Vereinbarkeit des Konzepts mit den Entschuldigungs- und Schuldausschließungsgründen sowie mit der Strafzumessungsschuld diskutiert.
Personen

Amina Hallmann Geboren 1988; Studium der Rechtswissenschaft an der Friedrich-Schiller-Universität Jena; 2016 Promotion; derzeit Referendarin am Landgericht Erfurt.

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