Chronologie Mohr und Laupp

August Hermann (1776–1803)
gründete am 1. August 1801 unter seinem Namen eine Buchhandlung in Frankfurt am Main.

Jacob Christian Benjamin Mohr (1778–1854)
erwarb 1804 die Hermann'sche Buchhandlung und führte sie unter seinem Namen als Sortiment und Verlag weiter. 1805 gründete er in Heidelberg auf Einladung der dortigen Universität eine Akademische Buchhandlung, die er nacheinander mit den beiden Teilhabern Zimmer und Winter, ab 1822 dann allein leitete. Das Frankfurter Geschäft löste er 1810/11 auf.

Johann Georg Zimmer (1776–1853)
gründete zusammen mit seinem Freund J.C.B. Mohr 1805 in Heidelberg die Akademische Buchhandlung Mohr & Zimmer. 1815 schied er aus dem Unternehmen aus.

Christian Friedrich Winter (1773–1858)
war von 1815 bis 1822 neben J.C.B. Mohr Teilhaber der Heidelberger Akademischen Buchhandlung Mohr & Winter.

Ernst Christian Mohr (1811–1890)
Sohn von J.C.B. Mohr, übernahm 1842 das Sortiment der Buchhandelsfirma J.C.B. Mohr und führte es auf eigene Rechnung weiter. Nebenbei war er auch Inhaber eines eigenen kleinen Verlags. Ab 1854/56 bis 1878 leitete er gemeinsam mit seinem Bruder Karl den väterlichen Verlag. Das Unternehmen wurde 1878 nach Tübingen an die Inhaber der dortigen H. Laupp'schen Buchhandlung verkauft.

Georg Mohr
Sohn von J.C.B. Mohr, errichtete 1845 in Heidelberg eine Buchdruckerei, die vor allem Aufträge aus dem väterlichen Verlag übernahm.

Carl Mohr (1817–1897)
Sohn von J.C.B. Mohr, war zwischen 1856 und 1878 gemeinsam mit seinem Bruder Ernst Inhaber der Buchhandlung J.C.B. Mohr.

(Jakob) Heinrich Laupp (1780–1836)
Lehrling und Angestellter bei Cotta in Tübingen, ab 1810 Geschäftsführer der Cotta'schen Sortimentsbuchhandlung, die in Tübingen verblieb, als Cotta seinen Verlag nach Stuttgart verlegte. Laupp erwarb die Buchhandlung 1816 auf eigenen Namen, die dann auch wissenschaftliche Werke, vornehmlich von Tübinger Gelehrten, verlegte. Bei seinem Tod 1836 ging die H. Laupp'sche Buchhandlung an seine Witwe Luise Friederike Laupp über.

Luise Friederike Laupp, geb. Löffler (1798–1882)
verheiratet mit Heinrich Laupp. War nach dem Tod ihres Mannes von 1836 bis 1847 Inhaberin der H. Laupp'schen Buchhandlung, davon seit 1840 in Teilhaberschaft mit ihrem Schwiegersohn Hermann Siebeck.

Hermann Siebeck (1816–1877)
Schwiegersohn von Heinrich Laupp, übernahm ab 1839 die Geschäftsführung der H. Laupp'schen Buchhandlung und wurde 1840 Teilhaber zunächst von Luise Laupp, ab 1847 von deren Sohn Rudolf Laupp. 1866 wurde Hermann Siebeck Alleininhaber, 1873 nahm er Schwiegersohn J.G. Kötzle als Teilhaber auf. Er leitete das Unternehmen bis zu seinem Tod 1877.

Rudolf Laupp (1818–1866)
Sohn von Heinrich und Luise Laupp, war zwischen 1847 und 1866 Teilhaber der H. Laupp'schen Buchhandlung.

J. Gustav Kötzle (1840–1900)
verheiratet mit Charlotte Siebeck, einer Tochter von Hermann Siebeck, war ab 1873 Teilhaber der H. Laupp'schen Buchhandlung, erwarb zusammen mit Paul Siebeck 1878 die Buchhandlung J.C.B. Mohr. Er führte die H. Laupp'sche Buchhandlung mit Verlag und Sortiment bis 1899 in Tübingen weiter, während Paul Siebeck mit dem Verlag J.C.B. Mohr nach Freiburg zog.

Paul Siebeck (1855–1920)
Sohn von Hermann Siebeck, erwarb 1878 zusammen mit seinem Schwager J.G. Kötzle den Verlag J.C.B. Mohr und führte diesen allein zwischen 1880 und 1899 von Freiburg aus, während Kötzle mit der H. Laupp'sche Buchhandlung in Tübingen blieb. 1899 kehrte Paul Siebeck nach Tübingen zurück und leitete die Firmen Mohr und Laupp gemeinsam in Tübingen weiter bis 1920.

Oskar Siebeck (1880–1936)
Sohn von Paul Siebeck, trat 1906 in die väterliche Firma J.C.B. Mohr (Paul Siebeck) ein und führte zeitweilig eine Berliner Filiale des Verlages. Zwischen 1920 und 1936 leitete er gemeinsam mit seinem Bruder Werner das Unternehmen.

Werner Siebeck (1891–1934)
Sohn von Paul Siebeck, trat 1914 in den Verlag J.C.B. Mohr ein und führte die Firma zwischen 1920 und 1934 gemeinsam mit seinem Bruder Oskar.

Hans Georg Siebeck (1911–1990)
Sohn von Oskar Siebeck, trat 1935 in das väterliche Unternehmen ein, leitete es von 1936 bis 1976 und blieb ihm bis zuletzt als Gesellschafter verbunden.

Georg Siebeck (geb. 1946)
Sohn von Hans Georg Siebeck, trat 1972 in den Verlag J.C.B. Mohr (Paul Siebeck) ein und übernahm 1976 die Geschäftsführung. Seit 1983 ist er Gesellschafter und seit 1990 Alleininhaber des Verlages, den er 2003 in Mohr Siebeck e.K. umfirmierte und 2005 in die Mohr Siebeck GmbH & Co. KG umwandelte.

 

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