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Historisch-kritischer Kommentar zum BGB

Herausgegeben von Mathias Schmoeckel, Joachim Rückert und Reinhard Zimmermann

Redaktion Mathias Schmoeckel (Band I), Reinhard Zimmermann (Band II), Joachim Rückert (Band III)

Bearbeitet von Fred Bär, Franz Dorn, Thomas Duve, Thomas Finkenauer, Peter Gröschler, Hans-Peter Haferkamp, Jan Dirk Harke,  Christian Hattenhauer, Phillip Hellwege, Hans-Georg Hermann, Sibylle Hofer, Nils Jansen, Jens Kleinschmidt, Sebastian Lohsse, Sonja Meier, Rudolf Meyer-Pritzl, Ralf Michaels, Peter Oestmann, Martin Pennitz, Tilman Repgen, Joachim Rückert, Thomas Rüfner, Martin Schermaier, Mathias Schmoeckel, Andreas Thier, Stefan Vogenauer, Reinhard Zimmermann

Das heute praktizierte Zivilrecht hat sich vom Text des BGB bisweilen deutlich entfernt. Dennoch steht es in einem intensiven Traditionszusammenhang zum Gesetz von 1896. Der „Historisch-kritische Kommentar zum BGB" macht diesen Zusammenhang sichtbar. Er erfüllt damit eine wesentliche Aufgabe in einer Zeit, in der das alte Ideal nationaler Kodifikationen vor den Konturen einer europäischen Privatrechtsordnung verblasst ist.

Was charakterisiert das deutsche Zivilrecht, wie sind seine Strukturen entstanden, wodurch wurden sie geprägt und wie haben sie sich bewährt? Auf welchen Wertungen beruhen die Lösungen von gestern, heute und vermutlich morgen? Welche kulturellen, ökonomischen und sozialen Faktoren haben die Rechtsauffassungen geprägt? Alle diese Fragen lassen sich nur historisch beantworten. Auf diesen Fundament wird vergleichend weitergedacht, bilanziert und gewertet. Der Kommentar nennt sich deswegen auch kritisch.

Das BGB wird also nicht als Summe von Dogmen, sondern als eine unter vielen möglichen Entscheidungen begriffen. Der historisch-kritische Zugriff erschließt den Zugang zum reichen Erfahrungsschatz aus über 100 Jahren Umgang mit diesem Gesetz. Er verarbeitet die Ergebnisse juristischer Dogmengeschichte und stellt die juristischen Probleme in ihren realen Kontext. Er bietet damit erstmals in dieser Intensität historische Rechtsvergleichung bis an die Schwelle der Gegenwart.

 

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