Europarecht und das Politische

Haltern, Ulrich  Europarecht und das Politische
2005. XIV, 636 Seiten. JusPubl 136

ISBN 978-3-16-148704-0
Leinen € 114.00

Ulrich Haltern

Europarecht und das Politische

Die Mehrzahl der Bürger Europas steht der europäischen Integration gleichgültig gegenüber. Dieser Dichotomie müssen sich Juristen annehmen, denn Fragen der bürgerlichen Identität und der sozialen Legitimation sind eng mit dem Recht verbunden. Ulrich Haltern macht anhand einer kulturtheoretischen Analyse des Rechts die Unterschiede zwischen der Imagination des Politischen im Nationalstaat und in der Europäischen Union sichtbar. Die Unterschiede spiegeln sich im Recht: Recht ist nicht gleich Recht. Diese theoretische Erkenntnis wird an der europäischen Rechtspraxis in den Bereichen des Warenverkehrs, des Rechtsschutzes, der Grundrechte und der Unionsbürgerschaft erprobt. Dabei wird deutlich, daß der EuGH die Union aus ihrer Fixierung zwischen Interesse und Vernunft zunehmend in den Bereich kollektiven Willens und damit nationalstaatlicher Imagination des Rechts und des Politischen führt.

 

Inhaltsübersicht:

Erster Teil: Das Politische in Europa

1. Kapitel: Das Studium Europas. Rechtswissenschaft und kulturtheoretischer Ansatz
2. Kapitel: Das Politische des Rechts und das Recht des Politischen
3. Kapitel: Die Identität Europas. Vernunft und Interesse

Zweiter Teil: Europarecht im Übergang?

4. Kapitel: Der Handel Europas. Freier Warenverkehr und ökonomische Rationalität
5. Kapitel: Das Recht Europas. Rechtsgemeinschaft und Individualrechtsschutz
6. Kapitel: Die Grundrechte Europas. Grundrechtsschutz und Identität
7. Kapitel: Die Bürgerschaft Europas. Marktbürgerschaft und Unionsbürgerschaft
8. Kapitel: Der Wille Europas. Das Politische und das Post-Politische

Zusammenfassung
Literaturverzeichnis
Register

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